Die Arbeitslosen von Marienthal
Aus Markus NEMETZ
- Die Arbeitslosen von Marienthal|Die Arbeitslosen von Marienthal (Jahoda/Lazarsfeld/Zeisel)
- Die Arbeitslosen von Marienthal. Ein soziographischer Versuch über die Wirkungen langandauernder Arbeitslosigkeit. (1933)
- Wikipedia-Link, Verfilmung in Einstweilen wird es Mittags
- Diese soziographische Untersuchung ist leider wieder durch die zumehmende Arbeitslosigkeit aktuell geworden.
- Zitiere aus dem Kapitel "Die Zeit" (S. 83ff., a.a.O., suhrkamp 769)
- Wer weiß. mit welcher Zähigkeit die Arbeiterschaft seit den Anfängen ihrer Organisation um die Verlängerung der Freizeit kämpft, der könnte meinen, dass in allem Elend der Arbeitslosigkeit die unbegrenzte freie Zeit für den Menschen doch ein Gewinn sei. Aber bei näherem Zusehen erweist sich diese Freizeit als tragisches Geschenk. Losgelöst von ihrer Arbeit und ohne Kontakt mit der Aussenwelt haben die Arbeiter die materiellen und moralischen Möglichkeiten eingebüßt, diese Zeit zu verwenden. Sie, die sich nicht mehr beeilen müssen, beginnen auch nichts mehr und gleiten allmählich ab aus einer geregelten Existenz ins Ungebundene und Leere. Wenn sie Rückschau halten über einen Abschnitt dieser freien Zeit, dann will ihnen nichts einfallen, was der Mühe wert wäre, erzählt zu werden. [...]
- (Anmerkung: Aus einer Aufzeichnung)
10-11 Einstweilen wird es Mittag
11-12 (leer)
(a.a.O. S. 84)
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05.01.2009
05.01.2009
